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Formen
Da in der Praxis nicht immer alles Homöopathie ist,
was als solche bezeichnet wird, sollen nachfolgend zur
Abgrenzung zur klassischen Homöopathie, die verschiedenen
Formen genannt werden.
Die klassische Homöopathie
- nach Hahnemann - und seinen Schülern: Allen, Bönninghausen, Hering, Jahr, Kent, Künzli, Pierre Schmidt u.a. verwenden Hochpotenzen ab C 30 oder LM bzw. Q - Potenzen.
Die naturwissenschaftlich-kritische Homöopathie
- hat Probleme mit den extremen Verdünnungen der Hochpotenzler. Vertreter dieser Richtung arbeiten deshalb mit tieferen und mittleren D - Potenzen, die mehr auf das einzelne Organ und nicht auf die Gesamtheit bezogen sind. Hahnemann lehnte niedrige Potenzstufen ab.
Die Wiener Schule nach Dorcsi
- versucht die Ideen der klass. Homöopathie und der naturwissenschaftlich kritischen Schule zu vereinen.
Die Komplexmittelhomöopathie
- mischt etwa 5 - 20 unterschiedliche Einzelmittel in ganz verschiedenen Potenzen zu einem Mittel zusammen. Aber nur ein Mittel kann das ähnlichste sein und nicht alle gleichzeitig.
Die Komplexmittel werden von den Anhängern der klass. Homöopathie abgelehnt, finden aber in den Praxen vieler "Homöopathen" Anwendung.
Die biochemische Therapie nach Dr. Schüßler
- als "vereinfachte Homöopathie" ursprünglich gedacht, orientiert sich an den physiologisch-biochemischen Vorgängen im menschlichen Organismus. Sie berücksichtigt weder das Ganzheitsprinzip noch das Ähnlichkeitsprinzip.
Die anthroposophische Medizin
- wählt ihre Mittel nach geisteswissenschaftlichen Aspekten
- aus und nicht nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Die Mittelwahl (Arzneikomplexe) hängt von der übersinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit des Arztes ab.
Homotoxikologie
- verwendet ebenfalls Komplexmittel, aber nicht in homöopathischem Sinne, sondern zur allgemeinen Ausleitung und Entgiftung.
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